Einzelaufstellung mit Bodenankern: Ablauf, Dauer und Vorbereitung

Hintergrundinformationen

Sie interessieren sich für Aufstellungsarbeit und möchten Ihr Anliegen in einem persönlichen Rahmen besprechen? Bei einer Einzelaufstellung wird ohne eine Gruppe von Stellvertretenden gearbeitet. Bodenanker markieren die Positionen der ausgewählten Personen, Rollen oder Aspekte. Hier erfahren Sie, wie diese Arbeitsweise bei On Perception in Berlin angelegt ist und welche Fragen Sie vor einem Termin klären können.

Was sind Bodenanker?

Bodenanker sind Markierungen, die für die Arbeit im Raum ausgelegt werden. Sie erhalten für die Dauer der Aufstellung eine vereinbarte Bedeutung, etwa eine Person, eine Aufgabe oder eine mögliche Entscheidung. Die Markierung macht sichtbar, wo sich dieses Element im Verhältnis zu anderen befindet.

Ein Anker für eine neue Aufgabe kann beispielsweise neben einer Markierung für die aktuelle Situation liegen. Beide Positionen lassen sich betrachten und versuchsweise verändern. Entscheidend ist, welche Frage mit dieser Anordnung untersucht werden soll. Einen allgemeinen Einstieg in die Methode bietet Was ist eine systemische Aufstellung?

Mit welcher Frage können Sie kommen?

Eine Vorbereitung kann mit wenigen Notizen beginnen: Was beschäftigt Sie gerade? In welcher konkreten Situation zeigt sich die Frage? Was haben Sie bisher versucht? Und was möchten Sie durch die Sitzung besser verstehen? Diese Notizen sind eine Anregung; ein fertig ausgearbeitetes Anliegen ist keine Voraussetzung für eine erste Kontaktaufnahme.

Hilfreich ist ein Beispiel aus Ihrem Alltag. Aus dem weiten Thema Verantwortung könnte etwa die Frage werden, wie Sie mit einer bestimmten Erwartung in Ihrer Familie oder an Ihrem Arbeitsplatz umgehen möchten. Bei einer Entscheidung könnten Sie festhalten, welche Möglichkeiten bereits bekannt sind und welche Informationen Ihnen noch fehlen.

Vom Gespräch zur räumlichen Anordnung

Nach der auf der Angebotsseite beschriebenen Arbeitsweise beginnt eine Sitzung mit dem Gespräch über Ihr Anliegen. Daraus werden die Fragestellung und die Elemente für die Aufstellung entwickelt. Anschließend erhalten diese Elemente ihre Positionen im Raum.

Bei On Perception können Sie die Anordnung zunächst beobachtend betrachten. Im weiteren Verlauf ist es möglich, selbst Positionen einzunehmen. Die Wahrnehmungen an den Bodenankern oder Figuren werden in die gemeinsame Betrachtung einbezogen. Veränderungen der Anordnung und mögliche Ressourcen werden im weiteren Prozess untersucht.

Zur Orientierung lässt sich der Ablauf so zusammenfassen:

  • Anliegen besprechen und die Fragestellung eingrenzen.

  • Ausgewählte Elemente im Raum anordnen.

  • Die Anordnung betrachten und Eindrücke besprechen.

  • Mögliche Veränderungen und zusätzliche Ressourcen erkunden.

  • Die Erfahrungen auf die Ausgangsfrage und das weitere Vorgehen beziehen.

Diese Übersicht beschreibt die Grundstruktur. Sie legt keine Reihenfolge fest, die unabhängig vom Anliegen abgearbeitet werden müsste.

Was Sie vor und während der Arbeit ansprechen können

Fragen zum Vorgehen gehören in das Gespräch. Sie können beispielsweise klären, was mit einer bestimmten Position gemeint ist oder weshalb eine Veränderung vorgeschlagen wird. Auch ein Eindruck, zu dem Ihnen keine Bedeutung einfällt, lässt sich zunächst so stehen lassen.

Die DGSF nennt klare Vereinbarungen zu Zeit, Kosten und organisatorischem Rahmen sowie Wahlmöglichkeiten und ein am Gegenüber orientiertes Tempo als Qualitätsmerkmale. Das sind sinnvolle Punkte für Ihre eigene Vorbereitung: Was möchten Sie vorab wissen? Was brauchen Sie, um sich auf die Arbeit einlassen zu können? Zur Orientierungshilfe der DGSF.

Dauer und Kosten der Einzelaufstellung

On Perception nennt auf der Angebotsseite eine übliche Dauer von zwei bis drei Stunden. Der dort ausgewiesene Stundensatz beträgt 150 Euro einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer; abgerechnet wird die tatsächliche Zeit in angefangenen Viertelstunden. Für genau zwei beziehungsweise drei Stunden ergibt das rechnerisch 300 beziehungsweise 450 Euro.

Für Ihre Terminplanung und die Kostenvereinbarung sind die Angaben auf der Angebotsseite und die konkrete Absprache maßgeblich. Ob eine einzelne Sitzung oder eine weitere Begleitung infrage kommt, hängt vom Anliegen ab.

Was Sie nach der Sitzung festhalten können

Für die Zeit danach kann eine kurze persönliche Notiz hilfreich sein. Welche Frage ist klarer geworden? Was möchten Sie noch überprüfen? Und welche kleine Handlung liegt tatsächlich in Ihrem Einflussbereich? Dabei lohnt sich die Trennung zwischen einem Eindruck aus der Sitzung und einer Information, die Sie im Alltag erst noch einholen müssen.

Ein erfundenes Beispiel: Aus einer beruflichen Aufstellung entsteht der Gedanke, dass der Umfang einer neuen Aufgabe unklar ist. Ein möglicher nächster Schritt wäre ein Gespräch über Zuständigkeiten. Was eine Führungskraft auf diese Frage antwortet, muss im wirklichen Gespräch geklärt werden. Die Aufstellung kann dieses Gespräch nicht ersetzen.

Passt das Einzelsetting zu Ihrem Anliegen?

Wenn Sie nach einer Familienaufstellung in Berlin suchen, lohnt sich ebenfalls ein Blick auf das Format: Ein familiäres Anliegen setzt nicht automatisch die Teilnahme von Familienmitgliedern oder einer Gruppe voraus. Entscheidend sind die konkrete Frage und die angebotene Arbeitsweise.

Bei gesundheitlichen oder psychischen Beschwerden ist zusätzlich zu klären, welche fachliche Unterstützung erforderlich ist. Unser Artikel Aufstellung, Coaching und Psychotherapie erläutert die unterschiedlichen Rahmen.

Einen Termin in Berlin anfragen

Auf der Angebotsseite von On Perception finden Sie mehr zur Arbeit mit Thordis Treiber. Für eine Anfrage können Sie Ihr Anliegen kurz beschreiben und über die Kontaktseite Terminmöglichkeiten und Sitzungsort erfragen.

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